Das Jahr 2025 gefiel vielen Pflanzen, es hatte immer wieder genügend geregnet.
Ich hatte das Gefühl, dass es für die Neophyten besonders günstig war, vor allem für das Drüsige Springkraut, weil es gern feuchte Füsse hat. Manchmal fand ich Stauden die waren viel höher als ich und der Stängel unten fast so dick wie ein Unterarm.
Vor ein paar Jahren war ich fast sicher, dass das Springkraut in meinem Aktionsradius ausgerottet ist. Doch letztes Jahr war ich an drei verschiedenen Stellen beschäftigt mit Entfernen und Entsorgen.
- Letztes Jahr fand ich überraschend Springkraut in einer Rückgasse in der Zankhölzli Gegend zwischen Langenthal und dem Steckholz.
- In einem Waldabschnitt bei Gutenburg entdeckte ich eine grosse Fläche mit Springkraut. Vor Jahren hatte ich schon in der Nähe einen Waldabschnitt gejätet.
- Im Staatswald zwischen Busswil und «am Wald» in Obersteckholz wurde vor ca. drei Jahren mit den grössten Forstmaschinen viel Holz gefällt. Nun ist in den damals benutzten Rückgassen an manchen Stellen Springkraut in die Höhe gewachsen. Diese Rückgassen sind zu Fuss nur schwer zu begehen, weil es oft tiefe Radspuren hat, manchmal mit Regenwasser gefüllt. Auch liegen viele Äste herum und alles ist mit Dornen und Nesseln überwachsen. Sicher ist für mich, der Springkrautsamen wurde mit der ganzen Maschinerie eingeschleppt, und das von weit her.
An diesen drei Waldabschnitten wird es noch Jahre dauern, bis es keinen keimfähigen Samen mehr im Boden hat. Für das Jäten des Springkrauts habe ich nicht für Unterstützung gefragt, weil die Bedingungen vor Ort so mühsam sind!
Möglichst alle Blüten und Samenkapseln sind in 110 Liter Säcken in der Verbrennung gelandet. Die grossen Stauden sind ausgerissen und zerkleinert an Haufen im Wald und unter Kontrolle.
Text und Bild © Willy Jost
Die Neophytensaison 2026 ist in vollem Gang. Grosser Jättag des VLR: Sa 13. Juni (Vergl. Programm VLR).
Neophytenspaziergänge in der Gemeinde Pfaffnau: Flyer mit den Daten.




