Besondere Tier- und Pflanzenarten

Die Tier- und Pflanzenwelt des Rottals ist recht gut untersucht und weist diverse Lebensräume auf, in denen auch seltenere Arten vorkommen. Es gibt sogar ganz seltene Arten zu entdecken: Zweifarbene Fledermaus, Waldschnepfe, Geburtshelferkröte, Bachneunauge, Pergament-Zahnspinner, Kupferfarbener Uferläufer, Westliche Beissschrecke, Gestreifte Quelljungfer, Moorbinse, Gefranster Enzian, Hasen-Klee, Kleinling, Wolfsauge und andere!


Säureliebende Arten

Als Besonderheit im Mittelland finden wir im Rottal bzw. im Hügelgebiet zwischen Langete und Wigger auffällig viele säureliebende Pflanzenarten. Die Gletscher der letzten grossen Eiszeit stiessen nicht mehr bis in dieses Gebiet vor und lagerten deshalb auch keine kalkreichen Geschiebe ab.

 

Eine dieser Pflanzengesellschaften wird als  "Ginsterheide" bezeichnet, da sie von gelbblühenden Ginsterarten wie Besenginster und Färberginster geprägt wird. An sonnigen Orten bestandsbildend ist meist auch die Besenheide (Heidekraut; Volksname: Brüsch), der Salbeiblättrige Gamander, der Kleine Sauerampfer, im Wald der Rippenfarn. Zu den hin und wieder im Gebiet auftretende Raritäten zählen die gefährdete Schwarze Flockenblume, der Hasen-Klee, der Dreizahn, die Heide-Nelke oder der Genfer Günsel.
 
Da diese Pflanzen der Ginsterheide Düngung nicht ertragen, findet man sie heute meist nur noch zurückgedrängt an sandigen Böschungen und Waldrändern. Bis ins 19. Jahrhundert waren sie aber grossflächig auf und an den Hängen anzutreffen, etwa auf den beweideten Allmenden. Viele Brüsch-Flurnamen belegen dies. Als diese Lebensräume einst grössere Flächen einnahmen, konnten hier die Heidelerche und der Baumpieper brüten.