Alle Jahre wieder

Ein wenig eine Sisyphus-Arbeit ist es schon, jedes Jahr die fremdländischen Pflanzen auszureissen oder zu mähen, die unsere einheimische Pflanzenvielfalt bedrohen. Aber es lohnt sich: Ohne diese Einsätze würde das Ufer der Rot weitgehend vom Japanischen Knöterich gesäumt. Und in vielen Kulturen nähme das Einjährige Berufkraut überhand.

Zwar sind auch unsere einheimischen Pflanzen und Tiere seit der Eiszeit einmal von weither eingewandert. Aber das war ein langfristiger Prozess mit gegenseitiger Anpassung. Ganz anders ist es, wenn heute eine Pflanzen- oder Tierart von weither durch menschliche Tätigkeiten eingeschleppt wird. Viele Arten können bei uns nicht Fuss fassen. Aber einzelne sind durch ihre Voraussetzungen so dominant, dass sie für die einheimischen Arten eine Bedrohung sein können. Eine Verarmung der sowieso bedrohten Biodiversität ist die Folge.

Japanischer Staudenknöterich Fallopia japonica

Das Bild zeigt, was die eigentlich hübsche Pflanze anrichten kann. Im Rottal ist sie an vielen Orten präsent, aber die alljährliche Bekämpfung zeigt auch Erfolge.

 


Einjähriges Berufkraut Erigeron annuus

Das Einjährige Berufkraut (Erigeron annuus) ist eine krautige Pflanzenart aus der Familie der Korbblütler und ein ausserordentlich invasiver Neophyt. Die Blüten bilden bis zu 50´000 Samen pro Pflanze und erscheinen zirka ab Mai. Es wird mit Vorteil sofort gejätet. Das Berufkraut muss mitsamt den Wurzeln entfernt werden. Am besten gelingt dies mit Hilfe einer leichten Hacke oder eines kleinen Handpickels. Blühende Pflanzen nach dem Jäten immer sofort in einen Plastiksack packen, diesen verschlossen lagern und über den Kehricht entsorgen.

 

Wenig Berufkraut bedeutet mehr Platz für das Wachstum einheimischer Pflanzen. In der Landwirtschaft trägt die Beseitigung der invasiven Neophyten zum Erhalt des Futterwerts bei. Zudem hat eine Kulturlandschaft mit verschiedensten einheimischen Blumen einen hohen Naherholungswert.

 

Weniger Berufkraut – mehr Vielfalt. Das Aushacken jeder einzelnen Pflanze lohnt sich. Helfen Sie mit! Auf der Internetseite www.berufkraut.ch finden Sie weitere Informationen und Bilder.