Naturschutz-Leitpläne

Mitglieder der Naturschutzvereine Rottal und Pfaffnau arbeiteten in den 90er-Jahren aktiv an der Erstellung der Naturschutz-Leitpläne verschiedener Gemeinden in der Nordwestecke des Kantons Luzern mit und engagierten sich auch gleich bei deren Umsetzung.

 

Flächige Förderung der Natur

Ausgehend vom IST-Zustand werden darin Massnahmen formuliert, wie die Landschaft mit verschiedenen naturnahen Lebensräumen wieder aufgewertet und vernetzt werden kann. So sollen im Gebiet typische Tier- und Pflanzenarten erhalten und gefördert werden. Miteinbezogen wurde dabei auch das in der 80er Jahren erstellte Lebensrauminventar.

 

Einsatz für den Luzerner Nordwesten

Schwerpunktmässige wurde in den Gemeinden Altbüron, Altishofen, Ebersecken, Grossdietwil, Pfaffnau, Roggliswil mitgearbeitet und darauf basierend erste Naturschutzprojekte umgesetzt. Auch weitere Gemeinden wurden konkret mit Öffentlichkeitsarbeit zur Sensibilisierung der Bevölkerung für das Thema unterstützt.

 

Erste Naturschutzprojekte der Region

Konkrete Massnahmen waren etwa Heckenpflanzungen, Trockenmauerbau, Anlage von Weihern, Blumenwiesen und Aufwertung bzw. Erweiterung wertvoller Lebensräume wie der Ängelgehr, das Eisenbahnloch, die Hübeliwiese, die Buechwaldgrube, die Lischwiese, der Scharleteweiher aber auch punktuelle Aufwertungen in den Schulanlagen von Altbüron, St. Urban, Fischbach und Grossdietwil oder die Neugestaltungen der Reservoirumgebungen in St. Urban und Pfaffnau. Auch eine erste Nisthilfenaktion in der Region zugunsten Schleiereule, Turmfalke und Mauersegler wurde umgesetzt. Mit dem Schutz und der Aufwertung der Wässermatten und der Reaktivierung des Trübelbachweihers bei St. Urban konnten die ersten grossen Naturschutzprojekte der Region initiiert und umgesetzt werden.

 

Fortführung in Vernetzungsprojekten

Das Konzept Naturschutz-Leitpläne war für die wenige Jahre später eingeführten ökologischen Ausgleich im Rahmen der Direktzahlungsverordnung des Bundes eine gute regionlae Grundlage und wird heute  in den Vernetzungsprojekten oft auch als Grundlage berücksichtigt, um konkrete Massanhmen zu formulieren.